ATLplus, das ganz besondere Digitalsystem von UMELEC 
Lastausgleich

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Vielseitige Drehzahlregelung für Lastausgleich

ATLplus bietet standardmässig einen Lastausgleich mittels EMK- Regelung. Da in der Modellbahn sowohl Gewichte wie auch Reibungen von Motor und Getriebe weit entfernt vom Verhalten in der Grosstraktion sind, ist es im allgemeinen nicht möglich, lineare Beschleunigungs- und Bremskurven zu erzeugen. Es genügt auch nicht, dem Motor eine stetig ansteigende Pulsbreite anzubieten. Deshalb haben wir im ATL-System von Anfang an (seit 1983!) ein Weg beschritten, der auf diese Besonderheiten voll Rücksicht nimmt. Dank einer echten Drehzahlabtastung und -Regelung spielen Lok- und Zuggewicht sowie die Motoreigenschaften innerhalb gewisser Grenzen keine Rolle mehr.

Die Motordrehzahl wird über die EMK-Spannung gemessen und blitzschnell über eine Pulsbreitensteuerung nachgeregelt. Die momentane Solldrehzahl wird durch einen Fahrstufenschalter bestimmt, der gleichmässig über 128 Stufen auf- und ablaufen kann. Damit sind Beschleunigung und Verzögerung absolut linear, unabhängig von Zugslast und Motorkennlinie. Dank diesem komfortablen Regelsystem sind alle Probleme bezüglich Geschwindigkeit behoben. Jede Lok wird auf ihre individuelle Maximalgeschwindigkeit programmiert. Jede Geschwindigkeitsstufe wird lastunabhängig eingehalten. Die Züge können jetzt in Steigungen anfahren, wo sie früher hoffnungslos "ins Schleudern" gerieten (praktische Erfahrung auf 0- und I-Anlagen). Die folgende Skizze zeigt das Prinzip einer Regelung mit einer Lichtschrankenabtastung. Bei EMK wird das Referenzsignal direkt auf den Motordrähten selbst gemessen. 

Die Drehzahlmessung ergibt noch weitere Vorteile. Da insbesondere im automatischen Betrieb beim Bremsen eine definierte Anzahl Fahrstufen in definierten Zeitschritten durchlaufen wird, ergibt sich ein konstanter Anhalteweg, der sich bei jeder Lok individuell einstellen lässt und aufgrund des Prinzips ziemlich lastunabhängig ist (abgesehen vom Schlupf). So halten Triebwagen punktgenau beim Bahnsteig, während Loks bis zum Signal vorfahren, und dies auch in Steigungen und Gefällen, mit und ohne Wagen!

Für den Einbau in Loks mit Gleichstrommotoren sind keine speziellen Massnahmen erforderlich. Prüfen Sie den Motor jedoch auf sauberes Anlaufen bei 1 bis 2 Volt und auf die Leerlaufstromaufnahme, die nicht über 200 mA liegen sollte. Andernfalls müssen Kollektor und Bürsten überprüft und allenfalls gereinigt/ersetzt werden. 

Motoren mit Feldspulen (Wechselstrom) müssen Sie dagegen auf Gleichspannung umbauen. Dafür gibt es heute verschiedene Umbausätze (falls die Umbausätze teure Decoder enthalten, verlangen Sie besser Ersatzteile). Das Laufverhalten kann dadurch entscheidend verbessert werden. Die Drehzahlregelung mit EMK wird dadurch erst möglich. Alle Module können übrigens auch ohne Regelung gefahren werden. Dann lassen sich ein Anfahrwert und individuelle Fahrkurven programmieren, um unterschiedliche Motorcharakteristiken einigermassen auszugleichen.