ATLplus, das ganz besondere Digitalsystem von UMELEC 

Programmieranleitung ATL2064, Version 10

Als PDF-File zum Ausdrucken auf ein A4-Blatt: Beiblatt2064.pdf

Seit Drucklegung des Handbuches 2002 haben sich viele Verbesserungen und Funktionsergänzungen ergeben. Verwenden Sie deshalb zum Programmieren des ATL2064 ab SW-Version 10 (s. CV7) ausschliesslich diese Anleitung. System-, Einbau- und Anschlussbeschreibung finden Sie weiterhin im Handbuch 2002. Bisher gelieferte ATL2064 können gegen einen Unkostenbeitrag aufdatiert werden. Nach dem Update müssen die Konfigurationswerte neu eingegeben werden, also CVs am besten vorher auslesen und notieren.

CV-Tabelle mit aktuellen Werten für ATL2064 ab SW-Version 10                                                         * oder höher

CV

REG

Bezeichnung

Lief.

 

CV

Bezeichnung

Lief.

 

CV

Bezeichnung

Lief.

 

CV

Bezeichnung

Lief.

CV1

R1

Kurzadresse

3

 

CV37

Taste F3

4

 

CV61

Dampftrigger grb

50

 

CV81

Fahrstufe 15

30

CV2

R2

Anfahrwert

15

 

CV38

Taste F4

8

 

CV62

Dampftrigger fein

128

 

CV82

Fahrstufe 16

34

CV3

R3

Beschleunig. ferngest.

15

 

CV39

Taste F5

0

 

CV63

Ablassgeräusch

6

 

CV83

Fahrstufe 17

38

CV4

R4

Verzögerung ferngest.

15

 

CV40

Taste F6

64

 

CV64

Pfeiftonlänge

150

 

CV84

Fahrstufe 18

42

CV5

 

Vmax

50

 

CV41

Taste F7

0

 

CV67

Fahrstufe 1 (1)

1

 

CV85

Fahrstufe 19

47

CV6

 

Vmid

0

 

CV42

Taste F8

0

 

CV68

Fahrstufe 2

2

 

CV86

Fahrstufe 20

52

CV7

R7

Versionsnummer

10*

 

CV49

Konfiguration ATL#1

64

 

CV69

Fahrstufe 3 (2)

3

 

CV87

Fahrstufe 21

57

CV8

R8

Herstellernummer

147

 

CV50

Konfiguration ATL#2

0

 

CV70

Fahrstufe 4

4

 

CV88

Fahrstufe 22

62

CV9

 

Motorpulsfrequenz

63

 

CV51

Umschaltverzögerung

250

 

CV71

Fahrstufe 5 (3)

5

 

CV89

Fahrstufe 23

68

CV17

 

Langadresse 1. Teil

195

 

CV52

Anfahrverzögerung

50

 

CV72

Fahrstufe 6

6

 

CV90

Fahrstufe 24

74

CV18

 

Langadresse 2. Teil

232

 

CV53

Beschleunigung Sign.

15

 

CV73

Fahrstufe 7

8

 

CV91

Fahrstufe 25

80

CV19

 

Verbundadresse

0

 

CV54

Verzögerung Signal

15

 

CV74

Fahrstufe 8

10

 

CV92

Fahrstufe 26

86

CV29

R5

Konfigurat. NMRA#1

2

 

CV55

Vmax Signalbetrieb

64

 

CV75

Fahrstufe 9

12

 

CV93

Fahrstufe 27

93

CV32

 

Taste F0

64

 

CV56

Vred Signalbetrieb

32

 

CV76

Fahrstufe 10

14

 

CV94

Fahrstufe 28

100

CV33

 

Vorwärts

1

 

CV57

Dimm-/Blink-Zuordn.

0

 

CV77

Fahrstufe 11

17

 

CV107

Regelsteilheit

3

CV34

 

Rückwärts

2

 

CV58

Blinkgenerator

130

 

CV78

Fahrstufe 12

20

 

CV108

Paketlänge

9

CV35

 

Taste F1

4

 

CV59

Dimmgenerator

161

 

CV79

Fahrstufe 13

23

 

CV109

Pulslänge C

0

CV36

 

Taste F2

8

 

CV60

Drehlichtgenerator

28

 

CV80

Fahrstufe 14

26

 

CV110

Pulslänge D

0

CV1 Kurzadresse (1 – 127; 3) in Klammern: (Einstellbereich; Lieferwert)
Normale Lokadresse im Bereich von 1 bis 127. Bit 6 in CV29 (Langadresse) muss auf 0 sein. CV19 (Verbundadresse) muss 0 sein.

CV2 Anfahrspannung (0 – 127; 15)
Nur für ungeregelten Betrieb. Achtung: Anfahrmoment ziemlich instabil (abhängig vonTemperatur, Verschmutzung, Last).

CV3 Beschleunigungsrate (0 – 255; 15)
Beschleunigung im Fernsteuerbetrieb. Höhere Werte ergeben weniger starke Beschleunigung. Bei 0 wird die gewählte Fahrstufe ohne Verzögerung eingestellt. Bei 255 braucht es ca. 3.3 Minuten bis zur Höchstgeschwindigkeit.

CV4 Verzögerungsrate (0 – 255; 15)
Bremsrate im Fernsteuerbetrieb. Höhere Werte ergeben weniger starkes Bremsen. Bei 0 hält die Lok bei Fahrstufe 0 sofort an. Bei 255 braucht es etwa 3.3 min, bis sie aus voller Fahrt (Höchstgeschwindigkeit) zum Stillstand kommt.

CV5 Vmax (0 – 100; 50)
Anpassung an Betriebsspannung des Motors. Bestimmt erreichbare Höchstgeschwindigkeit. Falls Lok auch bei 0 noch zu schnell fährt, programmierbare Fahrkurve wählen und anpassen. Fährt die Lok aber auch bei 100 noch zu langsam, Modul modifizieren lassen.

CV6 Vmid (0 – 100; 0)
Alternative Höchstgeschwindigkeit, per Fernsteuerung wählbar. Tastenzuordnung s. CV37 – 42. Liegt der Wert deutlich tiefer als CV5, ergibt das Rangiergang. Achtung: verkürzt den Anhalteweg im Signalbetrieb, sobald aktiv; somit sind 2 Bremswege möglich.

CV7 Versionsnummer / Modulreset ( – ;10 oder höher)
Nur lesbar. Für einen Reset der wichtigsten Modulwerte eine "33" eingeben. Nützlich, wenn eine Lok nach dem Programmieren gar nicht mehr läuft. Zurückgestellte Werte: CV1 = 3, CV19 = 0, CV29 = 2, CV49 = 64 (PoM aktiv), CV107 = 3, CV108 = 9

CV8 Herstellernummer ( – ; 147)
Nur lesbar. 147 bedeutet, dass in Ihrer Lok ein ATLplus-Modul eingebaut ist. :-)

CV9 Motorpulsfrequenz (40 – 63; 63)
Bestimmt die Pulsfrequenz der Motoransteuerung. Bei 63 sind es 16,45 KHz (bereits nicht mehr hörbar), bei 52 schon ca. 20 KHz, bei 40 etwa 26 KHz. Höher sollte man wegen steigender Schaltverluste nicht gehen. Weitere Motorparameter in CV107/108

CV17 Langadresse, erster Teil (192 – 231; 195)
Bei Eingabe von 192 wird mit CV18 eine Adresse zwischen 0 und 255 eingestellt, bei 193 von 256 bis 511, usw. (CV29/6 auf 1 stellen)

CV18 Langadresse, zweiter Teil (0 – 255; 232)
S. CV17. Die Auslieferwerte ergeben die Adresse 1000. Gute Zentralen berechnen bei Eingabe einer Langadresse CV17/18/29 selbst.

CV19 Verbundadresse (0 – 255; 0)
Normalerweise im Betrieb gesteuert durch den Befehl "Lok hinzufügen" bzw. "Lok entfernen". Bit 1-7 = Verbundadresse, Bit 8 = Fahrrichtung im Verbund. Zusatzfunktionen bleiben steuerbar über die individuelle Lokadresse (z.B. Lokpfeife).

CV29 Konfigurationswort NMRA (0 – 127; 2)
Verschiedene, nach NMRA normierte Bits. Gewichte der auf 1 zu setzenden Bits addieren, Resultat in CV29 eingeben. CV29 = R5.

 

Bit

Bit auf 0

Bit auf 1

Gewicht

 

18

=

2

+

16

1

Fahrrichtung normal

Fahrrichtung invers

1

 

2

14 Fahrstufen

28/128 Fahrstufen

2

----->

3

AC/DC-Betrieb nur zum Bremsen

AC/DC-Betrieb freigegeben

4

 

4

muss auf 0 sein

Rückmeldung erweitert (nicht benutzt)

8

 

5

Eingebaute Fahrkurve

Programmierbare Fahrkurve

16

----->

6

Kurzadresse 1 bis 127

Langadresse 1 bis 9999

32

 

Beispiel

setzt Bit

2 und 5

7

unbenutzt

unbenutzt

64

 

8

muss auf 0 sein bei Lokdecoder

kennzeichnet Weichendecoder

128

 

Bit 1 wendet die Vorwärtsrichtung der Lok, ohne dass man dafür Drähte umlöten muss.

Bit 2 bestimmt die Anzahl Fahrstufen und muss mit der lokbezogenen Einstellung in der Zentrale übereinstimmen (häufige Fehlerquelle bei falschem Lokverhalten!!!).

Bit 3 lässt die automatische Umschaltung der Lok auf Gleich- bzw. Wechselspannungsbetrieb zu. Die Lok beschleunigt automatisch und geregelt bis zur Geschwindigkeit in CV55 oder ungeregelt bis zum Durchschalten des Motors. Ist Bit 3 nicht gesetzt, bremst die Lok bei AC/DC bis zum Stillstand ab (polaritätsunabhängig). Dies ergibt eine alternative Bremsmethode, jedoch mit Nachteilen.

Bit 5 schaltet auf die programmierbare Fahrkurve um (s. CV67 bis CV94), andernfalls wird eine intern programmierte Fahrkurve benutzt. Beim 128-Fahrstufenbetrieb hat das Bit keinen Einfluss.

Bit 6 schaltet um auf die Langadresse (s. CV17/18). Das Bit wird von modernen Zentralen direkt programmiert.

CV32 – CV42 Tasten- und Richtungszuordnungen (function mapping)
Die Tasten F0 bis F8 sowie die Richtungsinfo können den Modulausgängen und bestimmten Modulfunktionen zugeordnet werden. Vorgehen: horizontal Taste/Richtung festlegen, vertikal Funktion(en) auswählen, in Schnittpunkt eine 1 setzen. Gewicht unterhalb dem Schnittpunkt in CV rechts vom Schnittpunkt eintragen. Mehrere Schnittpunkte pro Zeile möglich (eine Taste bzw. Richtungsinfo hat mehere Auswirkungen), Gewichte addieren und Summe in entsprechende CV eintragen. Man kann eine Funktion auch mehreren Tasten/Richtungsinfos zuordnen (mehrere Schnittpunkte vertikal). Zuordnungen sind nur im Bereich der schwarzen Felder möglich. Die Werte bei Lieferung sind eingetragen. Weitere Beispiele finden Sie im Handbuch 2002.

 

Taste/Info

Vmid

Hauptschalter

Signalbetrieb

F/ Sound

E/ Pfeife

D

C

B

A

bei Lieferung

CV

F0

 

 

1

 

 

 

 

 

 

64

32

Vorwärts

 

 

 

 

 

 

 

 

1

1

33

Rückwärts

 

 

 

 

 

 

 

1

 

2

34

F1

 

 

 

 

 

 

1

 

 

4

35

F2

 

 

 

 

 

1

 

 

 

8

36

Gewicht ^

 

128

64

32

16

8

4

2

1

 

 

F3

 

 

 

 

1

 

 

 

 

4

37

F4

 

 

 

1

 

 

 

 

 

8

38

F5

 

0

 

 

 

 

 

 

 

0

39

F6

 1

 

 

 

 

 

 

 

 

64

40

Gewicht ^

64

32

16

8

4

2

1

 

 

 

 

F7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

0

41

F8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

0

42

Gewicht ^

4

2

1

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeile F0: Aus Kompatibilitätsgründen mit anderen Decodern kann man hier mit einer 3 in CV 32 die Stirnbeleuchtung der Lok auf Taste 0 legen. Die Umschaltung auf Signalbetrieb muss in diesem Fall auf eine andere Taste gelegt werden. Achtung: Im Lieferzustand fährt die Lok auf freier Strecke sofort los, wenn F0 aktiviert ist (Licht bei anderen Decodern, hier jedoch Signalbetrieb). Für Fernsteuerung der Lok F0 ausschalten oder CV32 umprogrammieren. Ist einer Spalte gar keine 1 zugeordnet, ist die entsprechende Funktion nicht steuerbar. So ist mit der 0 in CV39 der Hauptschalter inaktiviert. Eine 32 in CV39 legt ihn auf Taste F5, eine 32 in CV38 auf Taste F4.

CV49 Konfiguration ATL#1 (0 – 255; 64)
Definiert spezielle ATL-Funktionen bezüglich Fahrbetrieb. Gewichte der auf 1 zu setzenden Bits addieren, Resultat in CV49 eingeben.

 

Bit

Bit auf 0

Bit auf 1

Gewicht

1

Fahrstufenbetrieb

++Modus, Beschleunigen / Halten / Bremsen

1

2

Fahrrichtung immer ab Zentrale

Pendeln im Signalbetrieb

2

3

Motorregelung eingeschaltet

Motorregelung ausgeschaltet

4

4

Stufenbremsen ausgeschaltet

Stufenbremsen eingeschaltet

8

5

Polarität Stufenbremsen normal

Polarität Stufenbremsen invers

16

6

Loklicht konstant (hell oder gedimmt)

Aufblendfunktion beim Fahren

32

7

Programmieren nur auf Programmiergleis

PoM, d.h. Programmieren auch im Betrieb

64

8

Dampfgeräusch beim Bremsen unterdrückt

Dampfgeräusch auch beim Bremsen

128


  1.  Halten, 10 - 14 = Beschleunigen. Mit den grossen Tasten des Lenz LH100 sehr einfach zu bedienen. (Zentrale auf 14 Stufen einstellen, in der Lok CV29 Bit 2 auf 0 setzen).
  2. Aktiviert den Pendelbetrieb: Fahrrichtung im Signalbetrieb nicht mehr von Zentrale gesteuert, sondern von Gleismagneten in den Endstationen. Moduleingang mit Reedkontakt unter der Lok verbinden (s. Handbuch, Kapitel Einbau).
  3. Schaltet die Drehzahlregelung aus, z.B. für Mehrfachtraktion. Loks aufeinander abstimmen (CV2, CV67 – 94).
  4. Aktiviert Stufenbremsen. Lok bremst beim Einfahren in den ersten Teil der Bremsstrecke auf eine in CV56 bestimmte Geschwindigkeit ab und hält erst im zweiten Teil der Bremsstrecke an (polaritätsabhängig, Richtung der Spannungsverschiebung massgebend).
  5. Definiert die Richtung der Spannungsverschiebung, die beim Stufenbremsen zum Anhalten führt (Polung der Diodenringe).
  6. Aktiviert die Aufblendfunktion (Scheinwerferloks). Bei Fahrt schaltet das Modul die volle Gleisspannung auf die Frontlampen, während es bei Stillstand auf die gedimmte Lampenhelligkeit (CV59) herunterschaltet.
  7. Erlaubt die Programmierung auf dem Hauptgleis (nur Schreiben, kein Lesen möglich). Ausser der Adresse in CV1 können alle CVs im Betrieb bei Stillstand der Lok verändert werden. Beim Ausführen eines PoM-Befehls verlöschen die Loklampen ganz kurz (zur Bestätigung). Komfortable Möglichkeit, Geschwindigkeit und Anhalteweg im Signalbetrieb einzustellen. Nur Byte-Programmierung möglich. Löschen von Bit 7 nach dem Programmieren (auch über PoM) schützt Modul gegen unbeabsichtigtes Verstellen.
  8. Gibt die Dampfstösse beim Bremsen frei. Normalerweise werden sie beim Bremsen unterdrückt (Regler zu --> kein Dampf).

CV50 Konfiguration ATL#2 (0 – 255; 0)
Definiert die speziellen ATL-Funktionen bezüglich Sound. Gewichte der auf 1 zu setzenden Bits addieren, Resultat in CV50 eingeben.

Bit

Bit auf 0

Bit auf 1

Gewicht

1

E/F als normale Funktionsausgänge

E/F als Sound-Ausgänge

1

2

Dampfgeräusch

Dieselgeräusch

2

3

interner Dampftrigger

externer Dampftrigger (mit Achskontakt)

4

4

4-Zylinder-Dampflok

6-Zylinder-Dampflok

8

5

Pfeife

Horn

16

6

Variante 1

Variante 2

32

7

Pfeife/Horn nur per Fernsteuerung

auch lokale Auslösung (mit Reedkontakt)

64

8

E und F sind individuelle Ausgänge

E als Pfeif-, F als Dampftrigger-Ausgang

128

  1. Aktiviert den internen Loksound, andernfalls können die Ausgänge E und F (CMOS) zur Steuerung von externen Geräuschgeneratoren oder anderen Funktionen verwendet werden. Lastschalter ATL2055 können direkt an E und F angeschlossen werden.
  2. Schaltet das Dampfgeräusch auf Dieselgeräusch um. Für Lokpfeife allein Bit 1, 2 und 3 setzen.
  3. Schaltet auf externen Dampftrigger um (Kontakt auf der Lokachse). Dadurch exakte Radsynchronisation möglich.
  4. Schaltet von Vier- auf Sechszylinder-Dampflok um (auf lauten Dampfstoss folgen 3 oder 2 leisere)
  5. Schaltet von Lokpfeife auf Lokhorn um.
  6. Wählt bei der Lokpfeife eine Tonfolge statt eines Einzeltones, beim Horn eine 2. Variante.
  7. Schaltet den Moduleingang (mit Reedkontakt unter der Lok) auf die Lokpfeife. Für lokale Auslösung der Lokpfeife mit Gleismagnet (bei Bahnübergängen o.ä.). Da der Moduleingang auch für die Pendelfunktion genutzt werden kann, folgendes beachten:
    -  Die Lokpfeife ertönt auch beim Überfahren der Umschaltmagnete in den Endstationen.
    -  Bahnübergänge mit Magneten dürfen bei Pendelbetrieb nicht im Bereich von Anhaltestrecken liegen (ausser bei Endstationen).
  8. Bewirkt Triggerpulse für einen externen Dampfgenerator ab Funktionsausgang F. Positive 5-V-Pulse, 14 ms lang. Ausgang E bleibt schaltbar über die Fernsteuerung, z.B. für externe Lokpfeife. Achtung: E und F sind CMOS-Ausgänge, ev. Interface notwendig.

CV51 Umschaltverzögerung (0 – 250; 250)
Zeitverzögerung bis zum Umschalten der Lok im Pendelbetrieb (Simulation Führerstandswechsel). Bei 250 geht es ca. 9 sec.

CV52 Anfahrverzögerung (0 – 250; 50)
Beim signalgesteuerten Betrieb Simulation der Reaktionszeit des Lokführers bzw. des Hochlaufens des Stufenschalters, wenn das Signal auf Grün geht. Maximale Verzögerung (bei 250) ca. 9 Sekunden. Bei Lieferung sind etwa 1,8 sec eingestellt.

CV53 Beschleunigung Signalbetrieb (0 – 255; 15)
Beschleunigung im Signalbetrieb. Höhere Werte ergeben weniger starke Beschleunigung. Bei 0 wird die Blockgeschwindigkeit ohne Verzögerung erreicht. Bei 255 braucht es ca. 3.3 Minuten bis zur Höchstgeschwindigkeit (falls CV55 auf 127).

CV54 Verzögerung Signalbetrieb (0 – 255; 15)
Bremsrate im Signalbetrieb. Höhere Werte ergeben weniger starkes Bremsen. Bei 0 hält die Lok bei Einfahrt in die Bremsstrecke sofort an. Bei 255 braucht es etwa 3.3 min bis zum Stillstand (falls CV55 auf 127). CV54 und CV55 bestimmen gemeinsam die Anhaltestrecke ab Beginn des Haltebereichs (Diodenstrecke). Immer zuerst Geschwindigkeit festlegen (CV55), erst dann Bremsrate ermitteln.

CV55 Vmax Signalbetrieb (ca. 30 – 127; 64)
Geschwindigkeit der Lok im Signalbetrieb nach der Beschleunigung (Signal- bzw. Blockgeschwindigkeit). Dieser Wert ist neben CV54 auch am Anhalteweg mitbeteiligt. Je höher er ist, desto weiter fährt die Lok beim Abbremsen.

CV56 Vred Signalbetrieb (ca. 20 – 127; 32)
Reduzierte Geschwindigkeit, auf die eine Lok abbremst, wenn sie in CV49 für Stufenbremsen eingestellt wurde und in den ersten Teil der Bremsstrecke einfährt. Auch für Baustellenbereiche gedacht. Achtung: polaritätsabhängige Funktion.

CV57 Dimm- und Blinkzuordnung (0 – 255; 0)
Zuordnung der Lichtausgänge A (weiss) und B (gelb) sowie der Funktionsausgänge C und D zu Blinken bzw. Blitzen und/oder Dimmen. Alternativ zu Dimmen: Drehlichtfunktion mit Bit 7. Bit 8 setzen für Doppelpulse (sowohl bei Drehlicht wie auch beim Blinken/Blitzen). Timing in CV58/59/60. Gewichte der auf 1 zu setzenden Bits addieren, Resultat in CV57 eingeben.

 

Bit

Bit auf 0

Bit auf 1

Gewicht

1

Lichtausgänge A/B normal

Lichtausgänge A/B blinkend

1

2

Lichtausgänge A/B normal

Lichtausgänge A/B gedimmt oder Drehlicht

2

3

Funktionsausgang C normal

Funktionsausgang C blinkend

4

4

Funktionsausgang C normal

Funktionsausgang C gedimmt oder Drehlicht

8

5

Funktionsausgang D normal

Funktionsausgang D blinkend

16

6

Funktionsausgang D normal

Funktionsausgang D gedimmt oder Drehlicht

32

7

Dimmen, kein Drehlicht

Drehlicht, kein Dimmen

64

8

Einzelblitz (strobe) bzw. Gyrolight

Doppelblitz (doublestrobe) bzw. Marslight

128

CV58 Blinkgenerator (8 bis 255; 130)
Einstellen von Taktperiode und Taktverhältnis. Bit 1 – 3 bestimmen Periode. Bei 111 läuft Blinker am schnellsten, bei 000 am langsamsten. Uebrige Bits für Taktverhältnis. Bit 4 allein ergibt Blitzen, Bit 8 allein Blinken. Gewichte der zu setzenden Bits addieren.

 

Taktperiode [ms]

3120

1560

1030

770

620

520

440

390

Gewicht

Bit 1

0

1

0

1

0

1

0

1

1

Bit 2

0

0

1

1

0

0

1

1

2

Bit 3

0

0

0

0

1

1

1

1

4

Taktverhältnis [%]

-

3

6

12

25

50

53

75

 

Bit 4

0

1

0

0

0

0

1

0

8

Bit 5

0

0

1

0

0

0

0

0

16

Bit 6

0

0

0

1

0

0

0

0

32

Bit 7

0

0

0

0

1

0

0

1

64

Bit 8

0

0

0

0

0

1

1

1

128

Bei Lieferung Blinken im Sekundentakt (Bit 2 und Bit 8 = 130, s. Pfeile). Langsame Blitze mit einer 9 (Bit 1 und Bit 4 = 9). Blinkfunktion gleichzeitig mit Dimmfunktion möglich. Bei Doppelblitzfunktion (s. CV57) Bit 7 und 8 nicht setzen. Für mittlere Blitzdauer mit gleichlanger Pause Bit 6 setzen. Für kurze Blitzdauer mit längerer Pause Bit 4 setzen. Für lange Blitze mit kurzer Pause Bit 4, 5 und 6 setzen. Blitze und Pausen werden durch die Taktperiode (Bit 1 bis 3) proportional verkürzt bzw. verlängert.

CV59 Dimmgenerator (0 – 255; 161)
Zur Reduktion der Helligkeit oder für Lampen mit kleinerer Betriebsspannung (bis etwa 6V, darunter und bei Leuchtdioden unbedingt Vorwiderstände verwenden). Dimmfunktion und Drehlichtfunktion sind nicht gleichzeitig möglich, aber eine Kombination mit der Blinkfunktion. Die folgende Tabelle zeigt die Werte für theoretische Mittelwerte der Ausgangsspannung. Besser ausprobieren.

Spannung

CV59

 

Spannung

CV59

 

Spannung

CV59

 

Spannung

CV59

 

Spannung

CV59

1.5

161

 

3.0

81

 

5.0

49

 

8.0

248

 

11.0

251

2.0

242

 

3.5

211

 

6.0

246

 

9.0

249

 

12.0

84

2.5

97

 

4.0

244

 

7.0

247

 

10.0

50

 

13.0

253

Bei gedimmten Lampen muss man separate Belastungslampen oder -Widerstände in die Bremsstrecken einbauen (s. Handbuch).

CV60 Drehlichtgenerator (0 - 63; 28)
Simulation des Drehlichts durch an- und absteigende Helligkeit (Leuchtturmeffekt). CV60 verändert die Drehgeschwindigkeit.

CV61 Dampftrigger grob (0 – 255; 50)
Dampfstösse pro Fahrstufe und Zeiteinheit. Wert durch Versuche ermitteln. Hinweis: 4 bzw. 6 Stösse pro Radumdrehung einstellen.

CV62 Dampftrigger fein (0 – 255; 128)
Feineinstellung des Dampftriggers. Einstellung normalerweise nicht nötig, da CV61 genügt. Für 100% Synchro ext. Trigger benützen.

CV63 Ablassgeräusch (0 – 63; 6)
Länge und Häufigkeit der Dampf-Ablassgeräusche (Ueberdruckventil bei längerem Stillstand). Auslösung in unregelmässigen Abständen. CV63 bestimmt die minimale Pause in 10-sec-Schritten, die tatsächliche Auslösung kann bis zu 150 sec später erfolgen (z.B. beim Aufheizen). Das Geräusch dauert ca. 10 sec. Durch Addition von 192 zur gewählten Pausendauer (setzt Bit 7 und 8) wird das Geräusch auf 7,5 sec verkürzt, durch Addition von 128 (setzt Bit 7) auf 5 sec. Die Eingabe einer 0 unterdrückt das Ablassgeräusch.

CV64 Pfeifdauer (50 – 250; 150)
Pfeifdauer nach dem Auslösen. Halten der Taste verlängert bis zum Loslassen. Zentralentaste auf Momentfunktion programmieren.

CV67 – 94 Einstellbare Fahrkurve (1–127; s. CV-Tabelle)
Fahrstufen 1 bis 28, Werte zwischen 1 und 127. Anwahl dieser Kurve in CV29, Bit 6. Für 14-Stufen-Modus nur ungerade CVs programmieren (1->CV67, 2->CV69, usw.). Im 128-Stufen-Modus werden keine Fahrkurven benutzt (lineare Geschwindigkeitszunahme).

CV107 Regelsteilheit (1 – 20; 3)
Kann erhöht werden, um auf Leistungsanstieg träge reagierenden Motoren den Marsch zu blasen.

CV108 Paketlänge (3 – 20; 9)
Bestimmt die Länge eines zusammenhängenden Motorpulspaketes in ms. Bei unruhigem Motorlauf Veränderungen nach oben und unten ausprobieren. Einwandfreie EMK-Regelung nur mit sauberem Kollektor möglich. Motor zuerst mit Gleichspannung testen.

CV109, CV110 Zeitbegrenzung (0 – 255); 0)
Damit kann dem Ausgang C bzw. D unabhängig voneinander eine Zeitbegrenzung zugeordnet werden, damit Kupplungen o.ä. nicht durch Dauerstrom beschädigt werden. Bei 255 ergeben sich 9 sec, bei 140 5 sec. Eine 0 schaltet die Begrenzung aus.